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Pressemitteilung: Esken: „Schüler*innen haben intuitiven Zugang zum Digitalen“

Politik-Blogs vom | Direktlink: saskiaesken.de Nachrichten Bewertung

NAGOLD/BERLIN. Mit ihrem innovativen Konzept eines digitalen Klassenzimmers der Zukunft hatte eine Schülergruppe der elften Klasse des Nagolder Otto-Hahn-Gymnasiums im Juni 2020 den „Zukunft Schule Digitalpreis“ der Unternehmensgruppe Fischer gewonnen und konnte sich so die satte Siegprämie von 10.000 Euro sichern. Für die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, die sich seit Jahren mit der Bildung in einer digitalen Welt beschäftigt, ein willkommener Anlass, sich bei einer Web-Konferenz mit beteiligten Schülern, dem projektbegleitenden Lehrer Patrick Glückler und OHG-Schulleiter Walter Kinkelin auszutauschen.

Der „Zukunft Schule Digitalpreis“ wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben und hat seinen Ursprung in einem Forum für Abiturienten aus Schulen in Nagold, Freudenstadt, Altensteig, Dornstetten und Horb. Seit 2011 organisiert das Forum Diskussionen und Gespräche zwischen Bildungs- und Digitalexpert*innen und Schüler*innen.

Für den Wettbewerb galt es, sich mit Themen und Fragestellungen zur Digitalisierung von Arbeitswelt und Gesellschaft zu beschäftigen. Im Zentrum stand die Veränderung von Berufsbildern, Unternehmen und Wirtschaftszweigen durch die Digitalisierung und die Frage, welche Aufgaben sich daraus für das Bildungssystem ergeben.

Sehr beeindruckt zeigte sich Esken nicht nur von den innovativen Ideen des Gewinnerteams, sondern auch von der Aufbereitung der Ergebnisse in Form eines Videos, das sie der Abgeordneten in der Webkonferenz vorführen konnten. Esken gratulierte den teilnehmenden Schülern Florian Schmidt, Richard Eiwen und Andre Eipper zu ihrem Erfolg und lobte: „Ihr könnt wirklich stolz sein, was ihr da geleistet habt.“ Lehrkraft Glückler wies besonders auf die Eigenständigkeit der Leistung hin: „Wir haben sehr wenig eingegriffen in das, was die Schülerinnen und Schüler da gemacht haben.“

Anschließend zeigten die Schüler Esken das Video, in dem sie ihre Ideen eines Klassenzimmers der Zukunft dargestellt hatten. Jede Schülerin und jeder Schüler verfügt über einen Computer, ein Tablet und eine Virtual-Reality-Brille; die Tafel im Klassenzimmer wird durch ein Smartboard und einen interaktiven Monitor ersetzt. Esken zeigte sich beeindruckt von den Ideen: „Ihr als Schülerinnen und Schüler habt einen intuitiven Zugang zur Digitalität und dazu, wie Bildung in einer digitalen Welt aussieht. Ihr wisst sehr gut, was ihr hierzu braucht und auch was ihr wollt“.

Nach der Präsentation entspann sich ein reges Gespräch darüber, was digitale Bildung bedeutet. Wichtig war es der Abgeordneten zu verdeutlichen, dass auch die digitale Technologie keinen Selbstzweck darstelle. Vielmehr gehe es darum, dass der digitale Wandel auch das Lernen selbst verändere. Gerade junge Menschen müssten sich selbstbestimmt in der digitalen Welt zurecht finden und diese mitgestalten können, und dazu brauche es nicht nur technologische Kompetenzen. Neben altbekannte Fähigkeiten wie das kritische Denken träten neue Formen der Kommunikation und der Zusammenarbeit. „Der digitale Wandel ist ein Kulturwandel, und der braucht die richtige Mischung aus Technik und Pädagogik, aber vor allem Schulentwicklung“, so die SPD-Parteivorsitzende.

Schulleiter Kinkelin berichtete, dass die Corona-Pandemie bei allen negativen Auswirkungen auch einen Quantensprung in der digitalen Bildung gebracht habe. „Vieles, von dem man dachte, die Umsetzung würde Jahre dauern, hat auf einmal innerhalb weniger Wochen funktioniert“, so Kinkelin. Esken pflichtete dem bei und meinte, dass dies auch für viele Unternehmen gelte. Jetzt gehe es darum, dass der Bund im Schulterschluss mit den Ländern, Kommunen und den Schulen vor Ort die digitale Bildung weiter forciere. Die Aufstockung des Digitalpakts zur digitalen Ausstattung von Schulen, Schülern und Lehrkräften seien erste wichtige Schritte, weitere im Koalitionsausschuss vereinbarte Maßnahmen werden folgen. „Es geht jetzt darum, das versprochene Geld sinnvoll, zielgerichtet und schnell vor Ort einzusetzen. Dafür und für das weitere Vorankommen in der digitalen Bildung setze ich mich auf der Bundesebene ein“, so die Bundestagsabgeordnete.

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